Die Milchstraße nach Jott Fuchs: Welten des Wintergartens

mit freundlicher Genehmigung von Charly Friedhoff

mit freundlicher Genehmigung von Charly Friedhoff

Welten des Wintergartens

Laverna

(hochsprachlich = Erde), früher als GMTXT bekannt

einziger Begleiter der gelben Sonne Aude (Elektron aktiv)

die Umbenennung des Planeten erfolgte zum Amtsantritt Graegory VIII. (49. Seekönig), nachdem während der Regierungszeit des Vorgängers (Irpatry V., Besiedlung des neuen Kontinents Bharat) die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels (Ende der Eiszeit) überwunden werden konnten. Das „Parlament der Welten“ erklärte sich mit großer Mehrheit damit einverstanden.

Damit endete die Phase der Instabilität. Diese begann bereits im 1. Jahr der Regierung Rhaeny I. (44. Seekönig). Infolge eines stellaren Ereignisses, welches von den Wissenschaftlern auch heute noch nicht verstanden wird, verlor der Planet seine beiden Begleiter „Hölle“ und „Paradies“. Obwohl seine Umlaufbahn verblüffend stabil blieb, kam es auf der Oberfläche dennoch zu Erdbeben und Tsunamis. Diese brachen die an vielen Stellen bereits geschwächten Eisflächen endgültig auf.

Auf der exakten Position des verlorenen Trabanten „Paradies“ eröffnete sich im Aude-System eine Singularität. Erste todesmutige Astronauten gaben ihr den Namen „Heiweii“ (aus dem terranischen „Highway“), denn sie stellte sich rasch als mit den Sternenstraßen Sarns, Tathcaers, Uspuds und Daars verbunden heraus Damit konnte man auf diese Weise in kürzester Zeit das gesamte bekannte Universum bereisen.

Leider erwiesen sich die Auswirkungen zunächst als tragisch. Beim damaligen „Gmtxt“ hatte es sich um eine „geschützte“ Welt gehandelt. Nun aber fand sie sich geöffnet, nicht nur für den freien Handel, sondern auch dem Import von Landtieren. Doch sowohl das daarsche Zeizefoun (bekannt als eierlegenden Wollmilchsau) als auch das sarnsche Peirin brachten in ihrer Darmflora Viren und Bakterien nach Gmtxt. Diese lösten unter Bewohnern, die von älteren Menschenrassen des Wintergartens abstammten, zahlreiche Seuchenwellen aus. Lediglich Terranischstämmige gleich welcher Hautfarbe erwiesen sich als immun.

Obwohl sofort auf weitere Importe verzichtet und strenge Kontrollen eingeführt wurden, konnte sich dieses Geschehen erst unter dem 47. Seekönig stabilisieren. Bis dahin war leider auch das Schadinsekt „Fliegenfisch“ eingeschleppt worden. Es entpuppte sich nicht nur für Menschen mit der Blutgruppe 0 als Plage (juckende Stiche, die sich unter Umständen entzünden bis hin zum „Hirnfieber“), sondern verursacht durch sein Brutverhalten in den Meeren Lavernas auch die „Algenpest“, die den Fischreichtum beeinträchtigt. Von daher wird im Parlament der Welten seit der 42. Dekade (Raumzeit 13.8) darüber diskutiert, inwieweit es opportun sei, eine insektenfressende Vogelart auf Laverna heimisch zu machen. Je nach der persönlichen Überzeugung der Abgeordneten reicht man ständig sich widersprechende Gutachten ein (sh. auch unter „Vogelstreit“).

Zeitrechnung 1 Stunde = 80 Minuten

1 Tag = 30 Stunden

1 Woche = 10 Tage

1 Monat = 40 Tage

1 Jahr = 20 Monate

SARN

Sarn ist der einzige Trabant der blauen Sonne Lika. Allgemein wird davon ausgegangen, dass Sarn einst einer der sternenlosen, tiefgefrorenen „Wanderer“ der Milchstraße war – bis er vom Gravitationsfeld einer Sonne eingefangen wurde, die ihn allen galaktischen Unwahrscheinlich­keiten zum Trotz in einer stabilen Umlaufbahn an sich binden konnte.

Die Meinung renommierter Wissenschaftler, nachdem ein Trabant mit solcher Vorgeschichte wüst, leer und tot sein müsste, wird von der Realität eines quicklebendigen Planeten widerlegt: prangend in Purpur, Gold und Türkis, ist Sarn eine Wasserwelt mit nur einem einzigen Kontinent. Eine kilometerweite Gebirgskette trennt den fruchtbaren Teil des Planeten von der Wüste ab.

Die Ureinwohner Sarns erstritten ihre Freiheit durch zwei Revolutionen. Die erste, blutige richtete sich gegen Invasoren aus der letzten Besiedlungswelle des galaktischen Imperiums. Die zweite, friedliche geschah zur Raumzeit 12.3 und führte zur Aufnahme Sarns ins Parlament der Welten. Normalsterbliche Abkömmlinge der Cendraker (sh. unter Babylon-Konflikt) und Terraner verschmolzen mit der indigenen Bevölkerung.

Bis Raumzeit 12.9 Monarchie unter dem Haus Nogawe, später Demokratie.

Hauptstadt ist Monopolis.


TATHCAER

Sonne Orapass (Elektron aktiv), fünfter in der Reihung von elf Planeten

Die Elektronwelt Tathcaer im System der gelben Sonne Orapass sieht sich als das Licht der Galaxis, Zentrum der Zivilisation und ist nach den Tiar selbst die lauteste Stimme im Parlament der Welten. Erwähnenswert ist die günstige Lage der Singularität: einst spuckte eine frühe Weltraummission der Ersten Menschheit seine havarierte Besatzung direkt auf den einzig für ihr Überleben geeigneten Planeten. Ideal für Export und Import, reist es sich von hier aus schnell und bequem.

Wie einst die entschwundenen imperialen Ahnen, betrachten Tathcaerer unsere Galaxis als ureigenen Garten. Wer wollte sie daran hindern, hier zu säen, zu ernten und sich an sämtlichen Schönheiten zu erfreuen?

Heutzutage exportiert Tathcaer hauptsächlich Diplomaten, Bürokraten und Touristen. Abenteuerlustige Tathcaerer suchen oft in den Tiefen der Galaxie nach einer Zuflucht vor der durchorganisierten Langeweile ihrer begünstigten Welt.

 

USPUD


Sonne Uluberek (Elektron aktiv) , zweiter in einer Reihung von 13 Planeten

Uspud ist eine der jüngsten Parlamentswelten und wurde von Tathcaer aus erschlossen. Offiziell war Uspud niemals eine Kolonie von Tathcaer, die Anstrengungen erfolgten staatlich subventioniert durch die größten Industrieunternehmen des Planeten. In einer Zeit rückläufigen wirtschaftlichen Wachstums wollte man einen Außenposten schaffen, frei von den sakrosankten Regularien der Heimat, dafür konkurrenzfähig gegenüber weniger zivilisierten Partnern. So entstand eine außerordentlich reiche Welt, berüchtigt für ausbeuterische Arbeitsbedingungen und die Legalisierung von fast allem außer Mord. Uspud ist eine Steueroase, außerdem jedoch bevorzugte Produktionsstätte für alles, was woanders verboten ist – Besuchern wird davon abgeraten, irgendetwas zu unterschreiben.

Eine vollständig unabhängige Parlamentswelt wurde Uspud durch ein Begehren ansässiger Geschäftsleute, welches direkt an die Tiar gerichtet wurde. Auch wenn die als Aliens getarnten Geister über so etwas natürlich grundsätzlich erhaben sind, hegen tathcaer’sche Diplomaten den Verdacht, dass die Erhebung ihrer inoffiziellen Kolonie ein Machtbeweis war.

ONDINEE

Sonne Atta (Elektron aktiv) , siebter der Reihung

Der Dschungelplanet Ondinee brodelt nur so vor Leben, verfügt aber über keine signifikante dauerhafte menschliche Ansiedelung. Fauna und Flora dieser Welt sind so wehrhaft, dass man die grüne Hölle vom Orbit aus bombardieren müsste, um Fuß zu fassen – aufgrund des einzigartigen Ökosystems wurde allerdings bisher von diesem drastischen Schritt abgesehen. Von Stationen im Orbit aus ernten Leibeigene vor allem die verschiedenen Pilze, die direkt vor Ort verarbeitet werden und auf denen das Bruttosozialprodukt beruht. Hieraus werden die verschiedensten legalen sowie zahlreiche, nach den Gesetzen des Parlamentes illegale, Drogen und Medikamente hergestellt.

Sowohl Uspud als auch Ondinee sind Elektronwelten in Systemen mit gelben Sonnen, obwohl keine Spuren imperialer Kolonisierung gefunden werden konnten. Der Planet wird von einem Aufsichtsrat verwaltet. Das durch Mehrheitsbeschluss jeweils für vier Jahre ermittelte Oberhaupt trägt den Titel „Dako“.

Daar

Sonne Mapris (Elektron aktiv) , dritter der Reihung von 10 Planeten, Nachbar eines Gasriesen, der den Himmel dominiert

Es heißt, der Planet Daar habe damals einiges abbekommen, als die Zentralwelt des Alten Imperiums verglühte, sei vermutlich kurzfristig ins Taumeln geraten, bevor sich die Umlaufbahn stabilisierte. Doch ebenso gut könnte es sich um die Folgen einer ökologischen Katastrophe handeln. Möglicherweise räumte das Imperium der Ersten Menschheit gar zu sorgfältig mit vorgefundenen Hominiden auf. Was immer geschah, nichts und niemand überlebte es.

Daar gehörte zu den ersten Projekten des Parlamentes. Als man herausfand, dass die Sonne Mapris ein Elektron trägt, beschloss man, die Welt erneut zu besiedeln.

Landschaftlich nicht besonders schön: Wüsten, Steppen, schwefelverseuchte Meere. Interessant durch Museen der Vorgeschichte, reiche Ressourcen, Bergbautraditionen.

Außer Sandflöhen, Plankton und unzähligen Unterarten von Flechten und Algen Heimat der „eierlegenden Wollmilchsau“ – dem Zeizefoun.

Keesusiil

Sonne Irnebizolle (Elektron aktiv), erster der Reihung mit 2 Gasriesen

aufstrebende neue Handelswelt, im Parlament vertreten erst seit Raumzeit 11.3.99.5478, besteht aus den drei miteinander verfeindeten Kontinenten Rude Satie, Rude Tumis, Rude Ontrondo.

Prinzipiell handelt es sich um eine Kolonie Lavernas. Tatsächlich steht sie allerdings im Besitz des Gem Baydour, Esra von Senturia. Ihm werden allerhand krumme Geschäfte nachgesagt.

Anuwe

Sonne Sabsey (Elektron aktiv)

drei Planeten von der Sonne entfernt, gerade noch in der habitablen Zone

eine weitere Senturia-Unternehmung. Hier betreibt die Familie ein Goldbergwerk, für das sich die Anschaffung neuer Maschinen nicht lohnt.

2 Gedanken zu „Die Milchstraße nach Jott Fuchs: Welten des Wintergartens

  1. Ich denke, ich spreche für die meisten Interessierten an deiner Elektron-Saga, wenn ich sage, dass ein solcher Beitrag auf deiner Seite längst überfällig war. Solche Hintergrundinfos sollten nicht nur in den Elektron-Büchern selbst „versteckt“ sein, sondern auch für die Neugierigen hier auf der Website. Mich erinnerte dies ein wenig an meine eigene Vorgehensweise in der OSM-Wiki auf http://www.oki-stanwer.de. Vielleicht ist das hier auch empfehlenswert – solche allgemeinen Infos über Welten, Völker und Personen in eine eigenständige Rubrik auf deiner Website zu integrieren, gewissermaßen eine „Elektron-Wiki“. Wenn sich nämlich, was ja zu erwarten steht, der Blog verlängert, könnte es für Neueinsteiger schwierig werden, diesen Beitrag unter den dann zahllosen anderen zu entdecken. Denk einfach mal darüber nach.

    • Lieber Uwe – das würde ich ja gern. Webmaster Michael Herzog wird schon seit mehreren Monaten gebeten, die Seite umzustrukturieren (Inhaltsverzeichnis), damit Infos über Elektron und meine sicher nicht uninteressanten Rezis getrennt erscheinen! Aber das dauert…

      Marty McFlys (M.J. Fox) Mudda

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert