Adrian J. Walker – Am Ende aller Zeiten

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Adrian J. Walker

Am Ende aller Zeiten

Broschiert: 432 Seiten

Verlag: FISCHER Tor; Auflage: 1 (25. August 2016)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3596037042

ISBN-13: 978-3596037049

Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 3,2 x 21,6 cm

Schon wieder ein Wunder>>kind<<! Adrian J. Walker wurde in der Mitte der 70er Jahre im australischen Outback geboren. Offensichtlich recht abenteuerlich, schlug sich sein Vater von dort aus nach Großbritannien durch, wo der Autor aufwuchs. >>The end of the running club<< (meiner Meinung nach ein viel treffender Titel, als jener der Übersetzung) erschien zunächst im Selbstverlag, bevor die renommierten Del Reys auf ihn aufmerksam wurden.

In den englisch spechenden Ländern ist dies durchaus kein Einzelfall. Und natürlich frage ich mich da als Betroffene, warum man sich im deutschen Sprachraum schon beschimpfen lassen muss, so man es wagt, seine Texte auf diese Weise zu veröffentlichen. Denn schlechte Bücher gibt es von Verlagen ebenso wie ohne. Der schlechte Geschmack übersteht ein Universitätsstudium, lässt sich leicht in höhere Verlagsposten retten. Schlampige Arbeit kann wirtschaftlich begründet werden. Beides wird nicht verschwinden, nur weil man davor Angst hat, jedes Risiko scheut.

Adrian J. Walker lieferte jedenfalls eine prächtige Geschichte ab, in meinen Augen ohne Fehl und Tadel. Obwohl ich im Grunde gar nicht auf Endzeit-Szenarien stehe, habe ich sie verschlungen. Seine Zeichnung des Zivilisationskrüppels Edgar, der Art und Weise, wie er über sich heraus wächst, nenne ich grandios. Und ja, käme es zum im Buch geschilderten Plot (der ist wirklich überall nachzulesen), würde es vermutlich genauso kommen. In uns allen lauert unter der dünnen Tünche der Zivilisation kein besonders nettes Wesen. Doch auf die Dauer funktioniert das Böse nicht.

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