Tad Williams Die Hexenholzkrone 2 (Der letzte König von Osten Ard 1)

Tad Williams

Die Hexenholzkrone 2 (Der letzte König von Osten Ard 1)

Gebundene Ausgabe: 550 Seiten

Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1. Druckaufl. (11. November 2017)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3608961968

ISBN-13: 978-3608961966

Größe und/oder Gewicht: 15 x 5 x 22,1 cm

Verlagsinformation:

»Dieses Werk hat mich inspiriert ›Game of Thrones‹ zu schreiben.«
George R. R. Martin über »Das Geheimnis der Großen Schwerter«

Die Nornenkönigin streckt ihre Hand nach der sagenumwobenen Hexenholzkrone aus und der Schatten eines aufziehenden Krieges legt sich über Osten Ard. Da wird eine Gesandte der Sithi, die mit einer Nachricht für König Simon und Königin Miriamel (e = leider im Klappentext konsequent falsch geschrieben) unterwegs war, schwer verwundet im Wald nahe dem Palast gefunden. Und ein Attentat auf einen alten Gefährten innerhalb der Palastmauern sorgt für noch größere Unruhe. Der Angreifer erwähnt immer wieder die Morriga, eine uralte Kriegsgöttin.

Um mehr über die Bedrohung durch die Nornen herauszufinden, schickt das Thronpaar schweren Herzens Prinz Morgan zu dem Volk der Sithi. Wird er wohlbehalten zurückkehren von seiner Mission? Ist ein Krieg gegen die Nornen noch abzuwenden? Und was hat es mit den Gerüchten um das Erwachen der Morriga auf sich? Und nicht zuletzt ist da noch das Versprechen, das Simon und Miriamel (e) ihrem alten Freund Herzog Isgrimnur auf dem Sterbebett gegeben haben …

Natürlich nölen wieder etliche der Kollegen über Tad Williams geruhsame Erzählweise. Nicht jeder mag auch die Rückblicke auf das >>Geheimnis der Großen Schwerter<<. Ich liebe jedoch diese Kontinuität und halte es wie Elli Slafzinski (Wortmagie, 10.2017): >> … heimgekehrt. Jetzt mache ich es mir gemütlich.«

Wie bereits mit Band 1, gelang es dem Altmeister auch hier wieder, mich zu begeistern – und so war auch Band 2 viel zu schnell verschlungen. Puber-Prinz Morgan findet sich tatsächlich zu seiner Empörung auf einer diplomatischen Mission zum fernen Hof der Sithi wieder – und das ganz ohne ausreichenden Alkoholvorrat. Bald schon gerät die Gesandtschaft in Bedrängnis, die Zeiten der Elbenfreundschaft scheinen vorbei zu sein.

Auch auf den übrigen Erzählebenen geschieht Spannendes. Drei von ihnen hat der Autor für die Hikkeda´ya reserviert und gewährt dem Leser damit die Möglichkeit, hinter die kalten Kulissen der so verhassten Nornen zu blicken.

Viyeki, ein recht sympathischer Großmeister der Bauleute, bekommt es mit der Königin selbst und >>Ommu der Flüsternden<< zu tun.

Tzoja, seine Sklavin, muss in seiner Abwesenheit mächtig auf der Hut sein, um zu überleben.

Nezeru, ihrem gemeinsamen Kind, fällt es zunehmend schwer, die Rolle als fanatische junge >>Opfermutige<< aufrecht zu erhalten. Gemeinsam mit Goh Gam Gar, dem ältesten und Größten der Riesen, befindet sie sich auf einer Drachenjagd, die von Beginn an verflucht erscheint.

Wie an uralte mongolische Mythen angelehnt, lässt Tad Williams auch unter den Thrithingsbewohnern einen Helden erstehen: Unver (=Niemand) stellt sich als der verschollene Sohn Prinz Josuas heraus.

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