Lian Hearn: Die Legende von Shikanoko 1 – Herrscher der acht Inseln

Lian Hearn:

Die Legende von Shikanoko 1 –

Herrscher der acht Inseln

Gebundene Ausgabe: 592 Seiten

Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (24. August 2017)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3737354669

ISBN-13: 978-3737354660

Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 5,3 x 22 cm

Verlagsinformation:

Shikanoko ist eigentlich nur der Sohn eines einfachen Vasallen. Doch als er von einem Magier eine übernatürliche Maske vermacht bekommt, wird aus ihm das Kind des Hirsches, und er verfügt fortan über magische Fähigkeiten und besonderes Kampfgeschick. Als der alte Kaiser stirbt, gerät Shikanoko in die Fänge des Fürstabts, der alles daransetzt, die höchste Macht im Land – den Lotusthron – an sich zu reißen. Shikanoko muss fliehen und entkommt dabei mehr als einmal nur knapp dem Tod. Doch er muss unbedingt Aki finden, die Herbstprinzessin, die er liebt, und die ein großes Geheimnis verbirgt. Denn in ihrer Obhut befindet sich niemand anderes als der rechtmäßige Nachfolger für den legendären Lotusthron. …

Die 1942 in Großbritannien als Gillian Rubinstein geborene Autorin gehört zu den ganz Großen der Jugendliteratur. Mir selbst ist sie Begriff seit 2004, als ich unrettbar dem Charme ihres Vierteilers um den Clan der Otori verfiel. Wer hierzu mehr wissen möchte, findet

es auf meiner Website unter http://jottfuchs.de/gillian-rubinstein-und-die-otori-saga/ .

Nicht von ungefähr sind ihre Bücher neben Fantasyfans auch für die toleranteren SF-Freunde interessant, denn Rubinstein zählt zu ihren literarischen Vorbildern vor allem Ray Bradbury und Robert Louis Stevenson. Mit >>Space Demons<< erschien ihr Erstling bereits 1986.

Rubinstein verfasste mehrere Kinder- und Jugendbücher – von denen bereits das Erste mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde – aber auch Bilderbücher. Ihr Hauptinteresse lag in der asiatischen Mythologie und Kultur – vor allem aber in Japan und der japanischen Sprache. So erlernte sie letztere auch und bereiste das Land der Aufgehenden Sonne unzählige Male. Auf einer dieser Reisen entstand die Idee für die Reihe von „Der Clan der Otori“, welche Rubinstein unter dem Pseudonym Lian Hearn veröffentlichte. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich Lafcadio Hearn, ein britisch-griechischer Schriftsteller, der Ende des 19. Jahrhunderts in Japan lebte.

Die Autorin stellt recht klar, dass die Bücher für Erwachsene verfasst wurden. Doch hier in Deutschland erschienen sie trotzdem als Jugendbücher. Auch Lian Hearns neues – oben genanntes – Werk erscheint bei Sauerländer, der Jugend-Sparte des S. Fischer Verlages.

Man kann also sagen, dass ich das mit großer Pracht produzierte Hardcover mit großen Erwartungen aufschlug. Leider jedoch (Alterswerk?) bleibt die Geschichte bis auf Seite 300 seltsam leblos. Dabei sind die Zutaten eigentlich vorhanden … Doch mit dem Auftauchen der magischen Fünflinge findet die Autorin zu alten Form zurück. Nun hoffe ich natürlich, dass der Zauber auch durch die Fortsetzungen hindurch trägt. Weiterlesen möchte ich auf jeden Fall.

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